Misiòn madres del Barrio

Heute sind wir in die Innenstadt gefahren. Auf dem haesslichen Caracas Platz gab es mal wieder ein Zelt mit wartenden Menschen darunter. Ah, das sei gar nichts, heute frueh haetten hier tausende aus ganz Venezuela auf Ihr Universitaetsdiplom gewartet, erklaert mir ein Mann, der mit seiner Tocher hier ist. Aha. Das gibt es also im Freien. In Florenz haben wir damals fast 2 Jahre auf unser Diplom gewartet, auch das waren lagen Schlangen, ich erinnere mich, allerdings teilweise drinnen, teilweise auf dem Innenhof.

 

Weiter Richtung Plaza Simon Blivar treffen wir auf grosse Aufsteller, die die Kooperation zwischen Venezuela und China dokumentieren, vor allem im Bereich Energie.

 

Es spricht heute hier noch ein Minister zur Kooperation mit China, erzaehlt mir eine junge Frau, die schon in der ersten Reihe sitzt und wartet.

 

Nur ein paar Schritte weiter, auf der Plaza Bolivar gibt es eine grosse Menge an Frauen in meist roten T-Shirts, auf denen „Misión Madres del Barrio“ steht. Was das ist, wollen wir wissen. Eine von Ihnen, Jaidi (sprich: Heidi), erzaehlt voller Stolz, dass sie alle Frauen ohne Rechte und ohne Stimme in den Barrios gewesen seien. Nun haetten sie ein besseres, ein wuerdigeres Leben, waeren Teil der Gesellschaft und man nimmt sie nun ernst und akzeptiert sie ueberall. Sie helfen nun anderen Frauen und Kindern und alten Menschen in den Armenvierteln, den Barrios. Sie sind jetzt wer. Hugo Chavez waere deshalb ihr Liebster und Schatz. Jaidi (hier auf dem Foto mit dem gruenen T-Shirt) ist stolz und strahlt ueber das ganze Gesicht, als sie mir das alles erzaehlt. Sie sprudelt geradezu.

Auf der Internetseite steht, dass die Mision Madres del Barrio dazu dient, die oft in extremer Armut lebenden Muetter unterstuetzen und in die Prozesse der Gesellschaft einbeziehen soll. Sie bilden Komitees, waehlen ihre Repraesentantinnen und bringen diese in anderen politischen Bereichen der Buergerbeteiligung ein, wie zum Beispiel in den Consejos Comunales. Sie achten darauf, dass jeder etwas zu essen hat, dass die Kinder zur Schule gehen, sie achten auf die Gesundheit und die soziale Sicherheit Ihrer Comunidad.