Die Anden

Wir sind am Donnerstag hoch in die Berge gefahren, nach habe dort in einem kleinen Ort namens Timotes uebernachtet, es war kalt und neblig. Wir sind zuefaellig in eine Kommunion geraten. Dort ist es Brauch, sich mit Mariachi, mit traditionellen Musikern abbilden zu lassen. Aber ansonsten schien die Kommunion wie bei uns auch: viel Aufregung und Stress fuer gross und klein. Hier in Timotes wird ein schwarzer Heiliger verehrt. Was fuer uns ungewoehnlich ist, und mich daran erinnert, dass ich auch mal schreiben sollte, dass hier alle Haut und Haarfarben und auch Religionen zu finden sind und es keine spuerbare Diskriminierung aufgrund der Rasse oder Religion gibt.

Die Architektur in den Andern ist voellig anders als auf dem Flachland. Kleine, flache und oft dunkle dafuer leichter heizbare Haueser. Am Freitag, den 1. Juni sind wir dann auf den hoechsten befahrbaren Berg Venezuelas gefahren, den Pico del Aguila, 4118 Meter. Dort werden Condore gezuechtet und die Luft ist duenn. Es ist neblig und kalt. Bei der Abfahrt haben wir die Zucht-Condore besucht, ein trauriger Anblick. Das Maennchen vom Weibchen getrennt, weil sie sich nicht moegen und keine Nachkommen zuechten. Was auch schwierig ist, denn ein Condor Weibchen legt nur alle 2 Jahre ein Ei. Und sie sind ungelenkig, wer weiss, ob das mit dem Sex so richtig klappt. Danach sind wir noch an einem Stern-Observatorium vorbeigekommen.